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Golden Girl Madeline Folgmann

Pistel Björn 05.03.2018

Madeline Folgmanns Erfolgsserie setzt sich fort. Die Deutsche Meisterin der TG Jeong Eui Nettetal erkämpft sich nach jeweils Bronze bei den US Open und Egypt Open (beides G2 Turnier) bei den Sofia Open G1 Turnier in Bulgarien die Goldmedaille. Folgmann war in Sofia nach der Weltrangliste an Nummer 2 gesetzt und hatte dadurch in der ersten Runde ein Freilos. Im Achtelfinale traf sie auf die Argentinierin Jennifer Navarro. Die Seenstädterin war gut eingestellt auf die starke Faust der Südamerikanerin und kontrollierte den Kampf souverän. Mit 12:0 zog Folgmann ins Viertelfinale ein. Allerdings machte ihr eine leichte Erkältung zu schaffen die die Leistungsfähigkeit beeinträchtigte. Aber dies sollte nicht als Ausrede gelten, Trainer Pistel sagte wir schauen von Kampf zu Kampf wie sich ihre Körperliche Verfassung entwickelt um kein gesundheitliches Risiko einzugehen. Im Medaillenkampf traf Folgmann auf die Bulgarin Nikol Chorbanova die in der Vorrunde die Viersenerin Julia Ronken besiegen konnte die ebenfalls wie Folgmann im Aufgebot der Nationalmannschaft stand. In der ersten Runde kassierte Folgmann von der groß gewachsenen Bulgarin einen deutlichen Kopftreffer zum 0:3. Das war wohl wie ein Wecksignal, denn ab da legte Folgmann den Schalter um und setzte Punkt um Punkt zum deutlichen Sieg mit 20:3. Wie bei den beiden vorangegangenen G-Turnieren stand die Sportstudentin der Sporthochschule Köln wieder im Halbfinale. Bis dahin hatte sich auch ihre stärkste Nationale Konkurrentin der Klasse bis 53kg Roxana Nothaft vorgekämpft. Die Nürnbergerin war in super Verfassung und schaffte in ihrem Achtelfinale eine Sieg über die starke Zypriotin Despina. Es kam zur Neuauflage des Finales der Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf das Folgmann knapp für sich entscheiden konnte. Spannung und Nervenkitzel waren also wieder Vorprogrammiert als die beiden Top Athletinnen aus Deutschland aufeinander trafen. Beide kennen einander und es war sofort klar ein abtasten gibt es nicht. Nach vielen starken Aktionen der beiden Nationalkämpferinnnen kam Nothaft mit einem Kick zum Kopf durch und ging mit 0:3 in Führung. Folgmann blieb ruhig und kämpfte kontrolliert weiter erhöhte aber sugsesive den Druck. Ein Körpertreffer und ein Minuspunkt brachten Folgmann den Ausgleich zum 3:3. Jetzt erhöhte Folgmann nochmals den Druck und ging mit 5:3 in Führung. Ein Minuspunkt für Folgmann brachte die Nürnbergerin die in der Sportfördergruppe der Bundeswehr trainiert auf 5:4 heran. In der letzten Runde musste die Nettetalerin jetzt cool bleiben und sie blieb es. Nothaft gab alles um den Spieß zu drehen aber Folgmann schaffte zwei weiter Körpertreffer zum Endstand von 9:4. Das war ein super Fight unserer Athletin kommentiert Pistel die Leistung, gerade die Mentale Starke hat mich heute überzeugt und das Ergebnis ist deutlich im Vergleich zur Deutschen Meisterschaft. Damit hat Folgmann wieder eindrucksvoll ihre Führungsposition in Deutschland untermauert. Aber nach dem Kampf waren die Beine der 21 Jährigen Niederrheinerin schon platt, so das der Finalstart in Frage stand da Pistel die Gesundheit seiner Sportlerin nicht aufs Spiel setzen wollte. Dann ging aber alles sehr schnell, im anderen Halbfinale konnte die Türkische Weltmeisterin Verletzungsbedingt nicht antreten und die Tunesierin Rahma Ben Ali an 4 gesetzt zog Kampflos ins Finale ein. Es musste schnell eine Entscheidung gefällt werden. Folgmann wollte kämpfen und so sollte es auch sein. Das Finale began und Ben Ali legte mit viel Power los und versuchte durch viele Aktionen früh zu Punkten. Durch das nicht statt gefunde Halbfinale auf ihrer Seite wirkte sie zu Beginn deutlich frischer und agiler wie Folgmann. Aber Folgmann hielt sich die Tunesierin vom Leib und die Deckung stand. Ab der zweiten Runde wurde der Kampf ausgeglichen was auch der Punktestand wieder spiegelte mit 2:2. In der 3 Runde erarbeitete sich die Nettetalerin immer mehr Vorteile und beide Punkteten zum 4:4. Ein Minuspunkt brachte Folgmann Ende der Runde ins Hintertreffen mit 4:5. Noch einmal Druck aufbauen war jetzt angesagt und es funktionierte. Ben Ali musste Folgmann festhalten um einen Punkt zu vermeiden und bekam den Minuspunkt. 5:5 und die Runde war vorbei. Der Golden Point musste entscheiden. Beide Athletinnen suchten die Entscheidung, Ben Ali stürzte nach einer Aktion und bekam den Minuspunkt. In den letzten Minuten der Golden Point Runde setze die Afrikanerin zum Drehtritt an und Folgmann zog zum Kopf und traf. Die 3 Punkte auf dem Scoreboard erschienen und Folgmann sprang in die Luft Riss die Arme hoch. Yes, die Anstrengungen und das überwinden trotz Erkältung an seine Grenzen zu gehen hatte sich gelohnt und wurde mit Gold belohnt. Ein dickes Ausrufezeichen von Folgmann das sie in Sofia gesetzt hat und sich 10 Punkte für die Weltrangliste damit sichert. Jetzt heißt es schnell erholen und regenerieren denn am nächsten Wochenende geht der Turniermarathon gleich weiter bei den Dutch Open im Niederländischen Eindhoven. Quasi auch ein Heimspiel für Grenzländerin. Auch eine gute Möglichkeit Folgmann einmal Live in Aktion zu sehen am kommenden Sonntag.